Messen/Tagungen

FDA Kongresse: NRW Kongress 2015 "Zwischen Fantasy und Phantasie"
FDA Tagung: Jahrestagung des FDA in Ismaning, München 2014
FDA Kongresse: Arbeitstagung 2012 des FDA in Hofgeismar
FDA Kongresse: Kleist-Tage des FDA 2011 – FDA-Bundeskongress in Frankfurt/Oder und Slubice.

FDA auf der Buchmesse: Buchmesse 2016
FDA auf der Buchmesse: Buchmesse 2014
FDA auf der Buchmesse: Buchmesse 2013

FDA Kongresse

Seit seiner Gründung veranstaltet der Freie Deutsche Autorenverband Kongresse und Tagungen, in denen er Stellung zu aktuellen Themen nimmt. Die Veranstaltungen sind öffentlich und richten sich an Literaturinteressierte sowie an gesellschaftlich engagierte Menschen, die sich für die Belange unserer Zeit einsetzen.  


NRW Kongress 2015


"Zwischen Fantasy und Phantasie". Der FDA in Mülheim an der Ruhr.


Arbeitstagung des FDA „Fantasy – Genre zwischen Mythos und Manga“ vom 4. - 6. 12. 2015 in Mülheim/Ruhr
 
Märchenhaft, dieses weiße Schloss mit seinen Bogenfenstern, Erker und Türmchen. Wenn da nicht die Ideen sprießen, dachte ich, als ich die Wolfsburg, unseren Tagungsort, erspähte und in mir begann sich eine leise Vorfreude zu regen. Aber gleichzeitig hatte ich ein mulmiges Gefühl, denn zu Beginn stand die Bundestagung auf dem Programm und damit die Frage, wie es mit dem FDA weitergeht. Nach einer ausführlichen Aussprache aller Beteiligten konnte der Präsident im Amt bestätigt und alle Funktionen des Präsidiums wieder besetzt werden. Im Anschluss planten wir noch die nächste Arbeitstagung zum Thema Reformation 2016 in Thüringen.
 
Und dann ging es los. Gelöst und entspannt verfolgte ich  den sehr interessanten Kurzvortrag über die Entwicklung des Ruhrgebiets von Hans Kuhn.  Da im Muttental die Steinkohle fast an der Oberfläche lag und im Tagebau abgebaut werden konnte und bei Köln auch noch Braunkohle vorhanden war, entstanden  um 1900 die ersten Zechen, die Eisenerz verhütteten. Schon damals reichten die Arbeitskräfte nicht, so dass eine halbe Million polnische Arbeiter angeworben wurde. In den 1950iger Jahren, zu Zeiten des Wirtschaftswunders, lebten in der Region, die einen Durchmesser von 90 km hatte, über fünf Millionen Menschen in 53 Kommunen. Es war die größte Industrieregion Europas. Als die Stein- und Braunkohlevorkommen zu Ende gingen, wurde andere Unternehmen in der Region angesiedelt, u. a. ein Opel-Werk in Bochum bzw. die alten Fabriken wurden kulturell genutzt. Nach 1966 wurden die Fernuniversität Hagen sowie die Universitäten in Bochum, Dortmund, Duisburg und Essen gegründet. Heute wird im Ruhrgebiet wieder zu 41% Landwirtschaft betrieben.

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Jahrestagung des FDA in Ismaning, München 2014

Der Freie Deutsche Autorenverband veranstaltete vom 7.-9. November 2014 seine Jahrestagung in Ismaning, München. Der diesjährige Kongress stand unter dem Motto: „Arno Schmidt – Grenzen der Sprache“.

Die Organisation des diesjährigen Tagung wurde im Auftrag des Bundesverbands vom Landesverband Bayern übernommen.Die finanzielle Ausrichtung lag dabei in den Händen des Bundesverbands, die programmatische Ausrichtung in den Händen des Landesverbands.

Neben verschiedenen anderen Gästen hatte der FDA den Präsidenten der GASL (Gesellschaft der Arno Schmidt Leser), Dietmar Noering, eingeladen. Als weiterer besonderer Gast war der bekannte Schriftsteller Tilmann Spengler eingeladen. Die Veranstaltung beinhaltete neben den Referaten auch Workshops und Diskussionen und beschäftigte sich mit den Möglichkeiten und Grenzen der Sprache in der heutigen Gesellschaft.


Arbeitstagung 2012 des FDA in Hofgeismar
Autorenverband in der Krise?


"Autorenverbände in Krisenzeiten“ – das Arbeitsthema der diesjährigen FDA-Jahresveranstaltung regt zum Nachdenken an: Was kann damit gemeint sein? Die Situation von Autorenverbänden in Krisen des wirtschaftlichen, politischen und / oder kulturellen Umfelds? Oder Autorenverbände in der ganz eigenen, internen Krise? Schon die Vorbereitung des jährlichen Treffens der FDA-Mitglieder zeigte: Ganz klar sind die Zusammenhänge nicht zu trennen. Die allgemeine wirtschaftliche Krise sowie einschneidende Kürzungen bei staatlichen Zuschüssen für Kulturprojekte haben dazu geführt, dass auch der Freie Deutsche Autorenverband seine Mittel – noch mehr als bisher – effizient und effektiv einsetzen muss, um seinen Mitgliedern die bestmögliche Unterstützung bei ihrer literarischen Arbeit zu geben.
Vor diesem Hintergrund startete der FDA in diesem Jahr ein Pilotprojekt – mit einem neuen Format des jährlichen Mitgliedertreffens: An die Stelle des bisherigen „FDA-Jahreskongresses“ trat die „FDA-Arbeitstagung“, eine Veranstaltung „von Autoren für Autoren“. Unter Verzicht auf namhafte externe Referentinnen und Referenten boten FDAlerinnen und FDAler mit entsprechendem Know how vier Workshops zu verschiedenen literarischen Themen an. Die Unterbringung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer erfolgte dem Anlass angemessen in einer Einrichtung für Aus- und Fortbildung, diesmal in der Evangelischen Tagungsstätte Hofgeismar.
Eine vorherige Umfrage bei den Mitgliedern aller Landesverbände hatte ergeben, dass die weitaus überwiegende Mehrheit diese – mehr interaktive – Form eines Jahrestreffens begrüßte. Weiter erhofft sich der FDA von diesem Angebot, dass er damit auch jüngere literarisch Tätige unter seinen Mitgliedern ansprechen oder weitere Jungautoren als neue Mitglieder gewinnen kann. Denn – und hier erkennt man vielleicht eine innere strukturelle Krise – insbesondere der schriftstellerische Nachwuchs ist in der Mitgliederschaft des FDA (noch) deutlich unterrepräsentiert. Der Grund liegt möglicherweise hier: Wir leben in einem Staat und in einer Zeit, in denen glücklicherweise die Freiheit des Wortes im Regelfall keine allzu dramatischen Repressalien erfährt. Und der Austausch von Informationen, Erfahrungen und Ratschlägen ist über  elektronische Medien in kürzester Zeit und hoher Dichte möglich. Brauchen Autorinnen und Autoren – bekanntermaßen darüber hinaus eine recht individuelle Spezies – eine Gemeinschaft also überhaupt? Oder, wie FDA-Präsidentin Prof. Dr. Ilse Nagelschmidt es in ihrer Festansprache zur Eröffnung der FDA-Arbeitstagung am Freitagabend fragte: „Sind Autorinnen und Autoren gruppenfähig?“ Insbesondere in heutiger Zeit?
Anhand der Geschichte der legendären „Gruppe 47“ – mit ihren damals noch unbekannten Mitgliedern  Alfred Andersch, Ingeborg Bachmann, Heinrich Böll, Paul Celan und Günter Grass, unter „Moderation“ von Hans-Werner Richter, – zeigte sie auf, dass eine gemeinschaftliche, im guten Sinne kritische Arbeit an Text und Vortrag, an schriftstellerischer Zielsetzung und eigener literarischer Entwicklung auch in der Gegenwart für Autorinnen und Autoren durchaus ihren Wert besitzt. In diesem Sinne entließ Präsidentin Prof. Dr. Nagelschmidt die Anwesenden mit den besten Wünschen in das arbeitsreiche Wochenende.  
Zuvor allerdings hatte der Erste Stadtrat Hofgeismars, Günter Ebel – in Vertretung des erkrankten Bürgermeisters – in seiner Begrüßungsrede ein liebevoll kritisches Porträt „seiner“ Stadt gezeichnet, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung dort herzlich willkommen geheißen und damit gezeigt, dass der FDA sich auch ohne „Kongress-Attitüde“ der Aufmerksamkeit des gastgebenden Ortes gewiss sein kann. Nach diesen einführenden Worten stand der erste Abend des FDA-Jahrestreffens im Zeichen der Wiedersehensfreude und des regen Austauschs im persönlichen Gespräch. Der Samstag wartete in erster Linie mit einem vollgepackten Terminkalender auf: Workshops statt Vorträge

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Kleist-Tage des FDA 2011
FDA-Bundeskongress in Frankfurt/Oder und Slubice.
Mit über 90 Autoren aus Deutschland, Polen und Österreich


fda kongress2010Frankfurt/Oder. Etwa 90 Autoren aus der gesamten Bundesrepublik sowie Gäste aus Polen und Österreich treffen sich vom 16. bis 18. September unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Matthias Platzeck zu ihrem all jährlichen Bundeskongress diesmal in Frankfurt (Oder) und Slubice.  Der FDA-Landesverband Brandenburg hat dieses Projekt vorbereitet und organisiert, um den berühmten Sohn der Stadt anlässlich seines 200. Todestages zu würdigen.
Die "FDA-Kleist-Tage 2011" dienen nicht nur der Begegnung und dem Austausch, sondern ebenso dazu, aktiv zu erfahren und zu erleben, welche Bedeutung Kleist bis heute besitzt und wie die Erinnerung an ihn in seiner Heimatstadt gepflegt und bewahrt wird. In Veranstaltungen unterschiedlichster Art - Vorträge, Stadtführungen auf Kleists Spuren, Besuch der Kleist-WG, Lesungen, Literaturwerkstatt etc. - können die Teilnehmer auf vielfältige Weise ihr Wissen über das Werk des sprachgewaltigen Dichters vertiefen und sich davon anregen lassen.  Der Besuch authentischer Orte wird außerdem dazu beitragen, die kulturelle Vielfalt der Oder-Region für die Gäste einprägsam und aktiv erlebbar zu machen.
Hochkarätige Persönlichkeiten, wie der berühmte Schriftsteller Günter de Bruyn, der Präsident der Kleist-Gesellschaft, Prof. Blamberger sowie der (der in Frankfurt geborene) Autor einer aktuellen Kleist-Biographie, Hans-Jürgen Schmelzer, garantieren ein anspruchsvolles Tagungsprogramm.
Die Gastgeber werden besonders unterstützt vom Direktor des Kleist-Museums, Dr. Wolfgang de Bruyn, mit seinem Team, der  Stiftung der  Sparkasse Oder -Spree, der Stadt Frankfurt (Oder) sowie der Stadt- und Regionalbibliothek. Ein besonderer Höhepunkt wird am Sonntag, dem 18. September die öffentliche Bekanntgabe der Preisträger des Literaturwettbewerbs "KLEIST & ICH" sowie di e Lesung einiger ausgezeichneter Beiträge im Collegium Polonicum Slubice sein.  Mehr als 100 internationale Teilnehmer hatten nach der Ausschreibung durch den FDA-Landesverband Brandenburg vielfältige Beiträge eingesandt. Die Palette der literarischen Genres reicht von Lyrik und Prosa über Essays und Poetry Slams bis hin zu einer Multimedia-Präsentation, die in Gemeinschaftsarbeit von Gymnasiasten entstanden ist.

Die Namen der polnischen Autoren sind:
Stanisława Jarmakowicz
Lidia Komsa
Danuta Mysłek
Jan Owczarek
Barbara Pawłowicz
Magdalena Szczębara
Anna Lechowicz
Jozef Zaprucki
 
Bundeskongress des Freien Deutschen Autorenverbandes (FDA)  vom 16. bis 18. September in Frankfurt (Oder) und Slubice
Organisationsleitung: LV Brandenburg, Vorsitzende Hannelore Schmidt-Hoffmann


FDA auf der Buchmesse

Der Freie Deutsche Autorenverband präsentiert sein Engagement und seine Tätigkeiten jedes Jahr auf der Buchmesse in Leipzig. An seinem Stand werden die Neuerscheinungen der FDA-Mitglieder vorgestellt. In jedem Jahr vergibt der FDA während der Buchmesse auch den "Literaturpreis des Freien Deutschen Autorenverbands". Der Preis wird unterstützt durch Amazon Kindle *
(*Amazon, Kindle, Kindle Fire und das Amazon Kindle Logo sind Marken oder eingetragene Marken von Amazon.com, Inc. oder seinen verbundenen Unternehmen.)

Buchmesse 2016

Ein  gelungenes Konzept

Sehr überrascht war ich von der Größe des Messestandes, hatte ich wegen der geringen Finanzen doch nur einen kleinen Stand erwartet. Überwältigt war ich auch von der Anzahl der ausgestellten Bücher. Sie nahmen, halb übereinander und mit dem Cover nach vorn ausgestellt, die gesamte Rückseite ein. An der einen Seitenwand hing eine sehr übersichtliche Darstellung des FDA neben dem Plakat für die Preisverleihung an Reiner Engelmann; an der anderen Seite ein dazu passendes Gedicht von Susanna Bummel-Vohland. Da der Stand nur zwei Meter tief war und keine Tischbarriere den Weg zu den Büchern versperrte, herrschte reger Publikumsverkehr. Ich glaube, es gab noch nie so viele Interessenten an einer FDA-Mitgliedschaft. Zum Ausruhen und Beraten war das Zweisitzer-Sofa hervorragend geeignet; danke Susanna für diese Idee. Für Aufmerksamkeit sorgten auch die von Uwe Kullnick geführten Radiointerviews mit Autoren, Literaturagenten, Landesvorsitzenden und Verlagen. Bei den angereisten FDA-Mitgliedern fand der Stand eine große Zustimmung, was auch im Gästebuch, das unaufdringlich auf einem kleinen Stehpult lag, vermerkt wurde. Ein gelungener Buchmesseauftritt trotz der kurzen Vorbereitungszeit!

Der FDA Literaturpreis 2016 ging an Reiner Engelmann.

Katalog der Autorenbücher auf der Leipziger Buchmesse
Dein Buch auf der Messe!

FDA Autoren, die auf der Leipziger Buchmesse ausgestellt haben, finden sich in einem MESSEKATALOG (bitte anklicken) versammelt.

BUCHMESSE INTERVIEWS  # LBM 2016

Laura Jacobi, Philip Kroemer, HOMUNCULUS Verlag

Anna Mechler, LITERATURAGENTIN

Lara Greystone, AUTORIN

Susanna Bummel-Vohland, MESSEGEDICHT

Catalin Dorian Florescu, AUTOR

Perikles Manioudis, AUTOR

Benedict Wells, AUTOR

Literaturkritik.de, REINER ENGELMANN

Arwed Vogel, LITERATUR RADIO BAYERN

Hans Jörg Rothe, FDA LV THÜRINGEN

Beatrice Nunold, AUTORIN

Reiner ENGELMANN, PREISTRÄGER

Reiner ENGELMANN, MITSCHNITT DER PREISVERLEIHUNG, QUELLE: BUCHMESSE Auftrag VOICE REPUBLIC

zu Reiner ENGELMANN, REZENSION

Bernd Beyer, AUTOR

Dieter Fuchs, AUTOR

Thomas Brovot, DEUTSCHER ÜBERSETZERFONDS

Ronny Ritze, SCHREIBWERKSTATT JUGENDGEFÄNGNIS

Anne Meinecke, FDA LV SACHSEN

Carmen Mayer, AUTORIN

Helmut Ginzinger, AUTOR

Ulrike Blatter, AUTORIN

Sabine Ibing, AUTORIN

Ulrich Klappstein, Heiko Thomsen, ARNO SCHMIDT

Claudia Schuster, VERLAG

Jordan Wegberg, AUTOR, LEKTOR, ÜBERSETZER

Birgit Salutzki, AUTORIN

Anna Steinlechner, LEKTORIN, SCHREIBCOACH

Kristina Herzog, AUTORIN

Regina Schleheck, AUTORIN

Felix Haenisch, Flora Benzko, AUTOREN

Dietlind Pedarnig, AUTORIN

Lisa Rosenbecker, AUTORIN

Patricia Holland Moritz, AUTORIN

Inge Beer, FDA LV Berlin

Marek Sniescinski, LYRIKER

Jannik Oestmann, Marc-Benedict Schaefer, NACHWUCHSAUTOREN

Wir danken allen Interviewpartnern sehr herzlich!

Buchmesse 2014

Auch 2014 war der Freie Deutsche Autorenverband mit einem Stand auf der Buchmesse Leipzig vertreten. Vom 13. März bis 16. März 2014 präsentierte der ausführende LV Berlin den FDA unter dem Motto:»Achtung! Aktive Autoren!« Dementsprechend erwarteten Besucherinnen auch wieder eine Reihe interssanter Aktivitäten, von Lesungen auf den Messeforen über die Präsentation der aktuellen Ausgabe des Magazins FDA-Journal bis hin zu Verlosungen.

Auch der alle zwei Jahre vergebene FDA-Literaturpreis wird im Rahmen einer Veranstaltung auf dem Messeglände wieder verliehen. Am Vorabend steht – wie es schon Tradition ist – eine Lesung mit der nominierten Persönlichkeit im Mendelssohnhaus auf dem Programm.

Die ausführlichen Berichte zur Buchmesse finden Sie auf der Website des Landesverbands Berlin, der die Buchmesse im Auftrag des Bundesverbands ausrichtete.

Der Literaturpreis 2014 des Freien Deutschen Autorenverbands ging an den Schweizer Schriftsteller Alain Claude Sulzer

FDA-Literaturpreisträger 2014 Alain Claude SulzerDer FDA vergibt alle zwei Jahre den Literaturpreis des Freien Deutschen Autorenverbands. Mit diesem Preis ehrt der Verband nicht nur das literarische Werk von Autorinnen und Autoren, sondern würdigt auch deren Einfluss in der Gesellschaft, ihren Einsatz für Toleranz, Respekt und Humanität sowie für den offenen Dialog zwischen den unterschiedlichen Strömungen unserer Zeit.

Erstmals wurde der Literaturpreis des Freien Deutschen Autorenverbands mit 4.000 EUR dotiert.

 


 

Buchmesse 2013

Veranstaltungen des Freien Deutschen Autorenverbands auf der Buchmesse Leipzig 2013 (Inge Beer)
 
Groß waren sie angekündigt, die Veranstaltungen des FDA, für jedermann sichtbar nahmen sie jeweils rechts und links die Seitenwände des Messestandes ein und lagen nochmals als Flyer aus.

Donnerstag, 14.3. um 13.30 Uhr: Podiumsdiskussion zum Thema „Wie viel freie Meinung darf’s denn sein?“
Den Auftakt bildete die Podiumsdiskussion des FDA zum Thema: Wie viel „ freie Meinung“ darf’s denn sein? Die Moderation oblag unserer Pressebeauftragten Ellen Balsewitsch-Oldach. Nach einer allgemeinen Darstellung des Freien Deutschen Autorenverbands, seiner Aufgaben und Ziele lenkte sie den Fokus auf das diesjährige FDA-Journal, welches frisch aus der Druckpresse auf dem Tisch lag und dessen Beiträge sich fast ausschließlich mit dieser Thematik beschäftigen.
 
Franz Westner, Vizepräsident des Freien Deutschen Autorenverbands und Herausgeber unserer Zeitschrift, berichtete von den unterschiedlichen Reaktionen auf das im vorigen Jahr erschienene Spottgedicht Das Lied vom Ackersmann und von seinen Erfahrungen mit der „Freiheit des Wortes“. Er verwies auf die Verantwortung der Autoren, mit dieser Freiheit gewissenhaft umzugehen, und machte unter anderem auch auf die Gefahren durch die technischen Medien aufmerksam. Als Beispiel führte er das in Island per Internet verbreitete Gerücht an, dass Gold per Flugzeug außer Landes gebracht werden solle, was eine Blockade der Startbahn durch aufgebrachte Bürger nach sich zog.
 
Birgit Burkey in ihrer Funktion als Radiomoderatorin strich die Bedeutung der Eigenverantwortlichkeit heraus und erzählte, dass sie mitunter Leute im Interview ein wenig bremsen muss, wenn das Gefühl aufkommt, dass sie die Rechte anderer verletzen. Außerdem trug sie zwei Gedichte aus eigener Feder vor, die einen poetischen und dennoch differenzierten Blickwinkel zum Thema Meinungsfreiheit einnehmen.
 
Nach der Podiumsdiskussion wurden Fragen des Publikums beantwortet, in denen es unter anderem auch darum ging, wie der FDA sich finanziert und ob er subventioniert wird. Weiterhin gab es eine lebhafte Diskussion über die äußere Zensur, zum Beispiel durch Verlage, sowie über die innere Zensur des Autors, und es wurde die Frage in den Raum gestellt, bei welchen Themen deutsche Autoren an die Grenzen ihrer Meinungsfreiheit stoßen.
 
Fazit der Diskussion war, dass jeder Autor die Verpflichtung hat, zunächst eine innere Zensur vorzunehmen und zu überprüfen, inwieweit er die Rechte oder die Freiheit anderer verletzt, bevor er mit seinen Werken an die Öffentlichkeit geht. Eine äußere Zensur braucht er nach einem so verantwortungsvollen Handeln dann nicht zu fürchten.

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