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Pressemitteilung

 

Leipziger Buchmesse: Reiner Engelmann gewinnt für sein Buch „Der Fotograf von Auschwitz Das Leben des Wilhelm Brasse“ sowie sein Wirken Wider das Vergessen den Literaturpreis für Toleranz, Respekt und Humanität des Freien Deutschen Autorenverbandes (FDA) im Wert von 5000 Euro.

  • Gewinnerbuch: „Der Fotograf von Auschwitz – Das Leben des Wilhelm Brasse“.
  • Das Buch/Jugendbuch ist ein Bollwerk im Kampf Wider das Vergessen.
  • Der Autor erhält den Preis des FDA i.H.v. 5000 Euro sowie die Skulptur „Reflexionen“ des bekannten bayrischen Künstlers Richard W. Hell.
  • Die Jury des FDA bestehend aus den 11 Landesvorsitzenden wählte den Gewinner.
  • Die Preisvergabe erfolgt: Am Freitag 18. März 2016 um 13:00 – 13:30
  • Ort der Veranstaltung: Halle 5, Forum autoren@leipzig, Stand D 600

 

München, 10. März 2016: Auf der Leipziger Buchmesse wird am Freitag den 18. März 2016 um 13:00 Uhr der FDA-Literaturpreis für Toleranz, Respekt und Humanität vergeben. In Halle 5 auf der Bühne des Forum autoren@leipzig, Stand D 600 wird der Präsident des Freien Deutschen Autorenverbandes, Dr. Uwe Kullnick, den mit 5000 Euro dotierten, von Amazon Kindle gesponserten Preis an Reiner Engelmann übergeben. Die Laudatio wird Arndt Stroscher, Literaturblogger (AstroLibrium) halten. Wir erwarten neben dem Sponsor, Amnesty International, Stiftung Lesen sowie zahlreiche Unterstützer der Initiative „Wider das Vergessen“.

 

Das Gewinnerbuch: „Der Fotograf von Auschwitz Das Leben des Wilhelm Brasse.“ cbj ISBN 978-3570159194 

 

Als Wilhelm Brasse (1917-2012) mit 22 Jahren in das Stammlager Auschwitz eingeliefert wird, ahnt er nicht, dass er als gelernter Fotograf zum Dokumentaristen des Grauens wird. Seine Aufgabe ist es, die KZ-Insassen zu fotografieren. Menschen, die kurze Zeit später in den Gaskammern umgebracht werden. Menschen, die von Josef Mengele zu »medizinischen Forschungsarbeiten« missbraucht werden und denen die Todesangst ins Gesicht geschrieben steht. Hätte er die Arbeit verweigert, wäre das sein eigenes Todesurteil gewesen. Als Brasse 1945 alle Fotos verbrennen soll, widersetzt er sich, um Zeugnis zu geben von dem unfassbaren Grauen. Reiner Engelmann hat Wilhelm Brasse noch kennengelernt und schreibt dessen Leben für Jugendliche auf. Ein erschütterndes Dokument – wider das Vergessen.

 

Der Präsident des FDA, Dr. Uwe Kullnick, erläutert die Entscheidung der Jury folgendermaßen:

 

Wenn jemand in seinen Büchern, Schriften und Taten ausdauernd, konsequent, mit Liebe, Engagement, und Empathie die Schwachen, Verletzbaren, Unterdrückten, Benachteiligten und Verlorenen der Gegenwart und der Vergangenheit vertritt, ihnen ein Gesicht, eine Stimme und damit Präsenz gibt, dann hat er sich einen Platz in unserer Gesellschaft verdient, der nicht oft genug besetzt werden kann. Reiner Engelmann verleit Sprachlosen seine Stimme ohne die Ihre zu überdecken, ob es sich um ihre Menschenrechte ringende Menschen, ohnmächtige Kinder, benachteiligte Frauen oder um geschundene, getötete und verhöhnte Menschen in Konzentrationslagern handelt. Er lässt sie durch sich sprechen, lässt sie eine Sprache finden, die berührt, angeht und eindringt in unser Denken und Fühlen. Gerade weil es uns solcher Menschen und Bücher ermangelt, sich diese Bücher in unserer Kulturlandschaft nicht häufen, ist es ein guter Grund den Autor der es tut mit dem FDA Literaturpreis auszuzeichnen. Seine Bücher „Der Fotograf von Auschwitz“, „Wir haben das KZ überlebt“, „Gewalt von rechts“ oder „Dass wir heute frei sind ... – Ein Menschenrechte-Lesebuch“ und viele andere entsprechen dem Geist der FDA Präambel in hervorragender Weise. Mit Reiner Engelmann will der Verband nicht nur sein literarisches Werk, sondern auch sein Wirken für Verständigung, in der Gesellschaft würdigen. Reiner Engelmann setzt sich herausragend für Toleranz, kulturelle Vielfalt und einen offenen Dialog zwischen den unterschiedlichen Strömungen unserer Zeit ein.

Seit Jahren bezieht er in seinen Büchern gegen Extremismus oder Intoleranz gegenüber Religion, Rasse, Herkunft oder Geschlecht Stellung und vertritt dadurch auch die kulturelle Vielfalt, die wir mit dem „Literaturpreis des FDA“ auszeichnen möchten.    

 

Der FDA Literaturpreis:

Ursprünglich wurde der FDA als „Schutzverband deutscher Schriftsteller“ 1909 gegründet, um Zensur, Willkür und politischer Bedrängnis entgegenzutreten. Heute steht er immer noch für das Freie Wort, Gewerkschaftsunabhängigkeit und die positive und existenzielle Rolle des Schriftstellers in der Gesellschaft und ihren inneren Auseinandersetzungen. Der FDA zeichnet Schriftsteller oder Publizisten aus, die sich in ihrem Werk herausragend für Toleranz, kulturelle Vielfalt und einen offenen Dialog zwischen den unterschiedlichen Strömungen unserer Zeit einsetzen. Insbesondere solche, die gegen Extremismus oder Intoleranz gegenüber Religion, Rasse, Herkunft oder Geschlecht Stellung beziehen. Toleranz beginnt überhaupt erst dort, wo unser Gegenüber eben nicht so ist wie wir selbst. Nur Respekt schützt vor den übereilten Forderungen nach absoluter Assimilation oder radikaler Exklusion. Kulturelle Vielfalt wird durch diese Prämissen unmöglich. Humanität erst erfüllt diese Vielfalt auf lebendige und fruchtbare Weise. Toleranz steht daher am Beginn aller Menschlichkeit und darf weder mit Gleichgültigkeit noch mit „Nulltoleranz“ gegenüber dem Andersdenkenden beantwortet werden. Toleranz, Respekt und Humanität sind deshalb nicht voneinander zu trennen. Dafür steht der FDA Literaturpreis und deshalb sind diese drei Worte auch in die Skulptur eingraviert, die dem Gewinner überreicht werden wird: Toleranz, Respekt und Humanität.

 

 

 
 
 
 
 

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