Historie

Der FDA ist eine Berufsorganisation für deutschsprachige Autoren (Schriftsteller, Texter, Kritiker, Librettisten sowie sonstige publizierende Kulturschaffende) und Autorenerben gleich welcher Staatsangehörigkeit. Der FDA ist nicht gebunden an Weltanschauungs-, Wirtschafts-, Gewerkschafts- und Finanzgruppen, Parteien oder Regierungen.

Gegründet wurde der FDA am 23. Februar 1973 in München, als die bis dahin einheitliche Berufsvertretung, nämlich der Verband Deutscher Schriftsteller (VS), sich auflöste und mit einem Teil seiner Mitglieder in der Industriegewerkschaft Druck und Papier aufging.

Der FDA setzt die Tradition des "Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller" aus der Weimarer Zeit fort und hat daher das Recht, dessen Namen im Untertitel zu führen. Der Freie Deutsche Autorenverband ist Mitglied in den deutschen Dachorganisationen für Kultur Deutscher Kulturrat e.V. und Deutsche Literaturkonferenz. Dadurch hat er auf allen Ebenen der Politik ein Mitspracherecht und wichtige Einwirkungsmöglichkeiten, wo es um die Weichenstellung in kulturellen Angelegenheiten geht. Nicht zuletzt von Bedeutung für die Mitglieder des FDA ist seine Mitwirkung im Deutschen Literaturfonds www.deutscher-literaturfonds.de und in der Künstlersozialkasse.

 

Die Ursprünge
Die Ursprünge reichen weit zurück, bis in die Weimarer Zeit, denn der FDA setzt die Tradition des "Schutzverbandes Deutscher Schriftsteller" der Zwanziger Jahre fort und hat daher das Recht, dessen namen in seinem Untertitel zu fortzuführen. Weiter steht er in der Tradition der "Deutschen Akademie der Künste und Wissenschaften im Exil", in der die großen Namen des deutschen Geisteslebens der Emigration sich unter dem Präsidenten Thomas Mann für die Literarische und Sigmund Freud für die Wissenschafliche Klasse zusammenschlossen. Ins Leben gerufen wurde diese Akademie 1936 in New York in New York von Hubertus Prinz zu Löwenstein, der dann 1973 zum ersten präsidenten des FDA gewählt und bis zu seinem Tode 1984 wiedergewählt worden war. Langjährige Vorsitzende des Autorenrates waren Golo Mann und Erwin Wickert.

Gründungs- und Ehrenmitglieder
Zu den Gründungs- und Ehrenmitgliedern des FDA gehörten Exilierte und Verfolgte des Dritten reiches wie Martin Beheim-Schwarzbach, Margarete Buber-Neumann, Cornelia Gerstenmeier, Hans Habe, Gerhard Löwenthal, Hans Sahl, Wolfgang Stresemann, Volkmar Zühlsdorff.
Weitere Gründungsmitglieder waren u.a. Herman Claudius, Reinhard Hauschild, Wolfgang Frommel, Joachim Illies, Moritz jahn, A. E. Johann, Pasqual Jordan, Rudulf Krämer-Badoni, Alexander Lernet-Holenia, Hans Lipinsky-Gottersdorf, Christa Mewes, Edzard Schaper, Ritter von Schramm, Egon Schwarz, HeDer FDA ist eine Berufsorganisation für deutschsprachige Autoren (Schriftsteller, Texter, Kritiker, Librettisten sowie sonstige publizierende Kulturschaffende) und Autorenerben gleich welcher Staatsangehörigkeit. Der FDA ist nicht gebunden an Weltanschauungs-, Wirtschafts-, Gewerkschafts- und Finanzgruppen, Parteien oder Regierungen.

Gegründet wurde der FDA am 23. Februar 1973 in München, als die bis dahin einheitliche Berufsvertretung, nämlich der Verband Deutscher Schriftsteller (VS), sich auflöste und mit einem Teil seiner Mitglieder in der Industriegewerkschaft Druck und Papier aufging.

Der Schutzverband deutscher Schriftsteller (SDS)
1909 gründet sich der Schutzverband deutscher Schriftsteller. Seine Aufgabe war es Rechtsschutz gegen staatliche Eingriffe in das literarische Arbeiten zu  geben. Nach der Machtübernahme der NSDAP am 31. Juli 1933 wurde der SDS in den Reichsverband deutscher Schriftsteller überführt.

Secondary Roots: Wurzeln eines Neuanfangs
Deutsche_Akademie_im_ExilDie Tradition des FDA in seiner heutigen Form geht zurück auf ein bisher eher unbekanntes Kapitel der Exilgeschichte deutschsprachiger Schriftsteller, Wissenschaftler, Publizisten und Künstler zurück.
1935 gründete Hubertus Prinz zu Löwenstein  in New York eine Deutsche Akademie der Künste und Wissenschaften im Exil und ein Jahr später erwuchs daraus zu ihrer Unterstützung die „American Guild für German  Cultural Freedom“. Thomas Mann und Siegmund Freud waren Präsidenten dieser Akademie was ihre Bedeutung in ihrer Zeit dokumentiert.
Es existiert ein bedeutendes Archiv über die Akademie, sowie über Lebens- und Arbeitsbedingungen deutscher Künstler im Exil. Sie war nicht nur auf die USA beschränkt, sondern bezog sich auf all die Orte, wohin sich die Verfolgten Künstler, Autoren etc. retten konnten, wo ihr Leben nicht mehr in unmittelbarer Gefahr war. Das Archiv befindet sich heute im Besitz der Deutschen Bibliothek. (Siehe hier: Deutsche Akademie im Exil / American Guild for German Cultural Freedom.)

1946 kehrten die Autoren und andere verfolgte Künstler aus dem teilweise 13-jährigen Exil nach Deutschland zurück. Sie fanden es zerstört vor, gründeten jedoch unter Führung von Hubertus Prinz zu Löwenstein und Volkmar Zühlsdorff mit Mut und Enthusiasmus den Freien Deutschen Autorenverband als Schutzverband deutschsprachiger Schriftsteller. Sie beschlossen frei im eigentlichen Sinn zu sein, schlossen sich weder einer Partei noch einer Gewerkschaft an, sondern formulierten folgende Grundsätze: Keine Gewalt, keine Extreme, weder nach links noch nach rechts. Eine Besonderheit war, dass sie nicht an der Wiedervereinigung Deutschlands zweifelten, sondern sich grenzüberschreitend mit den DDR-Autoren solidarisiert und ausgebürgerte Künstler ohne Zögern aufnahmen. Langjährige Vorsitzende des Autorenrates waren Golo Mann und Erwin Wickert.

1973 kam es dann zur Spaltung des FDA, wobei ein Teil der Mitgliedschaft sich der Gewerkschaft und heute im VS.Ver.di aufgegangen ist. Der FDA gründete sich neu und existiert bis heute und führt seine Aufgaben in 11 Landesverbänden fort. Die Grundsätze die von den Heimkehrern 1946 aufgestellt wurden sind immer noch gültig und bestimmen das Handeln des FDA bis auf den heutigen Tag.